Die Produktion
Nachdem die Kokons eingesammelt
und die Raupen abgetötet wurden, wird das
Sericin (Seidenbast, Seidenleim) durch eine
seifenartige Lösung (Lauge) entfernt. Dann
werden die Seidenfäden von den Kokons
abgehaspelt. Seidenzwirn entsteht dabei durch die
Verdrehung mehrerer Seidenfäden. Der
Gewichtsverlust, der durch die Beseitigung des
Seidenleims entsteht, wird teilweise durch die
Zugabe von Metallsalzen ausgeglichen (Erschweren
von Seide). Hier gibt es drei Versionen:
| 1: |
Es werden mehr
Metallsalze hinzugefügt, als Seidenleim
entfernt wurde --> Überpari |
| 2: |
Die Metallsalze entsprechen dem Seidenleim, der entfernt wurde -->
Pari |
| 3: |
Es werden weniger Metallsalze
hinzugefügt, als Sericin entfernt wurde
--> Unterpari |
Für 10g Rohseide
benötigt man ca: 10-11 Kokons. Die Abfälle der
Zuchtseidenproduktion kann bei der
Bouretteseiden- oder Schappeseidenproduktion
verarbeitet werden.
Der
Kokon
Die Kokons
der Seidenraupen haben
einen Durchmesser von 20-25mm und sind ca: 30mm
lang. Kokons
von männlichen Raupen
sind
eiförmig und weibliche Kokons
ähneln der Form
einer Acht. Ein Kokon Maulbeerseide enthält
ungefähr 800m Seidenfäden.
Ein Kokon
entsteht bei der
Verpuppung von der Raupe
zur Schmetterling. Bei
der Zuchtseide werden die
Raupen vor dem
Verpuppen in sog. Spinnhütten gebracht, die
Schutz und halt für den Bau eines Kokons
bieten.
Das erleichtert später auch die Ernte. Die Raupen
befestigen den Kokon
mit Flockseide an der
Spinnhütte oder sonstiger Umgebung. Für den Bau
eines Kokons braucht die Raupe ca: 3-4 Tage. Nur
die hochwertigsten Kokons
werden für Haspelseide
verwendet, der Rest wird in der
Schappeseidenproduktion genutzt.

Wolle | Seide | Angora | Kaschmir | Vikunja | Lama | Alpaka | Kamel | Mohair | Roßhaar
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